Wir sind glücklich, heil und schnell in Bibione an der Adria angekommen. Berge, Pässe, Geschwindigkeit, Quälen an den letzten Höhenmetern, Regen, Gewitter, Menschen an der Straße, das Fahren im Feld bleiben in Erinnering. Außerdem kein Sturz, keine Panne und eine tolle Teamleistung.
Schon wieder in Hamberge will ich unseren Bericht mit der letzten Etappe und dem Bad in der Adria abschließen. Die allseitige Beschäftigung mit Rad, Hotel, Feiern, Packen, Reisen, Ankommen, lassen erst jetzt die Zeit dafür.
Die 150 km durchs flache Oberitalien waren etwas ganz anderes als die Fahrten der vorherigen Tage. Es ging mit einem Höllentempo auf leicht abfallenden glatt asphaltierten breiten Straßen los. Nach 100 km hatte ich einen Schnitt von ca. 42 Km/h auf dem Tacho. Der höllische Respekt vor möglichen Stürzen wie sie beim Fahren in großen Feldern öfter vorkommen erwies sich zum Glück als unbegründet. In meiner Gruppe – soweit man bei ca. 100 Fahrern noch von einer Gruppe sprechen kann – fuhren alle sehr diszipliniert. Ich hatte den Eindruck alle wollten heil in Bibione ankommen und die Zeit und die Position waren nicht so wichtig. Und das war auch gut so und das Fahren machte mir richtig Spaß.
Die letzten 50 km durch die brütend heiße, schwüle und dann mit Seewind (Gegenwind) versehene Ebene waren nur noch abzufahren. Ich habe dann die km bis zum Ziel gezählt. Knut hat über die gesamte Etappe geflucht, ich kenne die Flachetappen ja gut genug aus den norddeutschen RTFs.
Bibione hat die 8.000 Einwohner und 250.000 Betten. So sieht die Stadt auch aus. „Man spricht deutsch“. 20er Reihen Sonnenschirme mit Stuhl und Tisch am Strand – den Hotels zugeordnet. Uns wars egal. Ankommen Trikot runter und ins herrlich kühl, warme Meer. Sogar Knut wagte sich hinein. Das kann ich Ute nochmals hoch und heilig versichern.
Das begeehrter Finisher-Trikot sieht auch wie vom Imkerverband gesponert. Endlich fährt Knut mal für ein gesundes Lebensmittel und die Ökobranche Werbung:
Unser Tagesplatz war 20. in der Altersklasse – auch nur ca. 5 Minuten nach den Ersten in der Gesamtwertung. In der Endwertung sind wir 24. in der Alterklasse und 232. im Gesamtklassement. Und wir saßen 33:53 Stunden im Sattel. Hat aber alles gehalten, dem Hirschtalg sei Dank.
Eigentlich wollten wir die Transalp einmal fahren. Aber schon beginnen die Zwischenbemerkungen und -überlegungen: Oder doch nächstes Jahr noch einmal?!
Ganz vielen Dank allen die mitgefiebert und gelitten und gelesen und kommentiert haben.

16. Juli 2008 um 11:05 |
DIE NABE
(Variante 1)
Sie schauten in die Nabe
Die allem Radeln innewohnt
Und dachten Siegen sei zu fade
Sodass kein nächster Tritt noch lohnt
DIE NABE
(Variante 2)
Es war so kurz vorm weißen Pfahl
Die Tageskilometer längst versaut
Rief die Nabe ganz ganz laut zum Knie
Tu’ doch jetzt endlich was oder komm’ nie
Wieder bis zum nächstes Mal
DIE NABE
(Variante 3)
In Rades Herzen wohnt die Nabe
Sie drehet sich in vollster Lust
Doch kann sie nicht verschmerzen
Dass ich vom vielen Fahren
Die allerschlimmsten Schmerzen
Habe
Ich’s nicht zuvor gewusst?
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Klausens, 16.7.2008, Mittwoch, Königswinter
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Die allerherzlichsten Glückwünsche! An Knut und
Stefan! Unsereins fühlt sich nun so klein …. und
zugleich so dickleibig, ungelenk und so klobig,
auch so schwach, dass er niemals mehr
Euch in die Augen zu schauen wagt. Ich
werde mich nun lieber an die „Alpia“ heranwagen,
24 Stücke müssten in einer Stunde zu schaffen sein.
Dann bin ich mit meiner Schreiblethargie wieder „übern Berg“.
Also: Ein dreifaches TOLL !!! aus dem Rheinland!
28. August 2008 um 18:45 |
der sommer ist vorbei, der herbst fährt mit shimano. und leise zabelt der
ullrich. still und klar bölt’s im vogt-land. auf schuhmachers rappen dem ruf des armstrong entgegen. dies ist – nicht, louis, wahr – der beginn einer wunderbaren freundschaft. der nächste lance kommt bestimmt. doch durch den winter zu kommen, will auch gelernt sein. im ersten gang oder im dritten
vielleicht. und was macht nun rudi, das altig?